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1.03.09 Das „Mobilfunk-Ermächtigungsgesetz“ und wie die Presse damit umgeht

110 Milliarden? sollen es sein, die die Bundesregierung von den Mobilfunkgesellschaften insgesamt kassiert hat, zuletzt allein 50 Milliarden für die Vergabe der UMTS-Rechte. Dafür können Vodafone, T-Mobil, O 2 und e plus ihre Sendemasten hinsetzen, wo sie gerade wollen. Unter 10 m Höhe bedarf es nicht einmal einer Genehmigung. Rücksichtslos und verantwortungslos wird die eigene Selbstverpflichtung missachtet,
zu Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen einen Abstand von 200 m einzuhalten. Bei allen Beschwerden heißt es: „Die Grenzwerte werden eingehalten“. Diese Grenzwerte wurden von einem privaten Gremium, bei dem kein einziger Arzt dabei war, nur auf ihre Wärmewirkung hin festgelegt. Um biologische Wirkungen hat sich niemand gekümmert. Der Grenzwert bezieht sich auf 7 m Radius um die drei Strahler eine Mobilfunkantenne herum und darf dort z. B. bei einer UMTS-Antenne nicht größer sein als 10.000.000 Mikrowatt je m2. Was unten am Boden oder in den Häusern ankommt und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (weit unter den Grenzwerten) schadet, wird in der Presse sehr häufig verschwiegen und  erfälscht. So verbreitete die gesamte Presse die Entwarnung von Bundesumweltminister Gabriel am  7.6.2008, dass Mobilfunk und Handy ungefährlich seien. Doch bereits im April 2008 gab die Russische  Strahlenschutzkommission RNCNIRP ihren dramatischen Appell zur Gefährdung der heranwachsenden Generation von Kindern durch Mobilfunk heraus und veröffentlichte schwedisch-russische Studien dazu.
Im Mai stellten führende Experten auf einem internationalen Kongress in Thessaloniki zum Mobilfunk  besorgniserregende neue Forschungsergebnisse besonders zur Gefährdung von Embryos, Schwangeren und Kindern vor und warnten vor den Auswirkungen der Masten. Davon erfährt man in der Presse jedoch nichts!
Am 13.1.2009 übernimmt die Presse in Deutschland die Meldung der Associated Press (AP) „Handy schadet Kindern nicht“. Tatsächlich steht aber in diesem Artikel, dass sich neun Prozent der Kinder und Jugendlichen beeinträchtigt fühlten und die Forscher nicht auf Unbedenklichkeit schließen. Nennt sich das Pressefreiheit?

Dietmar Maschke, Mitglied im Verein „Schöpfung bewahren e.V.“
Böhmerwaldstraße 5 · 73035 Göppingen
Telefon: 0 71 61/2 46 37 · E-mail: dietmar.maschke@t-online.de


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