Forum Anthroposophie Berichte

Berichte aus dem Kultur-, Rechts- und Wirtschaftsleben

Was ist die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise?

Die biologisch-dynamische Wirtschaftweise wurde auf Bitten des Grafen Keyserlingk auf dem Hofgut Koberwitz bei Breslau, 1924 von Rudolf Steiner, auf Grundlage der anthroposophischen Geisteswissenschaft vor interessierten Landwirten entwickelt. Kern ist eine ganzheitliche Sicht des Organismus Landwirtschaft, in der jeder Hof als eine in sich geschlossene, einzigartige Individualität betrachtet wird. Daher sollte möglichst alles innerhalb dieses Organismus selbst geschehen, z. Bsp. sollen die notwendigen Düngemittel nicht von außen eingebracht werden. Der eigenen Kompostbewirtschaftung, die mit selbsthergestellten Präparaten aus Heilkräutern, Mineralien und Kuhmist geführt wird, kommt eine zentral Bedeutung zu. Dies war der zentrale Punkt, aus dem heraus die neue Wirtschaftsweise entwickelt wurde, denn nach 1918 gab es künstlich hergestellten Stickstoff im Übermaß – da er nicht mehr für die Sprengstoffproduktion eingesetzt wurde. Die Industrie versuchte daher den Stickstoff an die Landwirte zu vermarkten, denn seit Justus Liebig ist bekannt, dass man mit Mineraldüngern das Massenwachstum der Pflanzen fördern kann. Rudolf Steiners Antwort war die erste, geistgemäße ökologische Landwirtschaft – die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise, deren Erzeugnisse unter dem Namen Demeter den Weg zu den Konsumenten finden. Dietmar Ziegler, Karlsruhe

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